Schadstoffuntersuchungen ERNTE 2007
Abschlußbericht
DURST MALZ führt regelmäßig Screening Untersuchungen zur Schadstoffbelastung von Gerste, Weizen und Malz durch. Im Folgenden finden Sie eine tabellarische Übersicht über die bislang vorliegenden Befunde (Stand 31.01.08).
Auf Wunsch übersenden wir Ihnen gerne die entsprechenden Zertifikate des externen Labors. Für die DON Untersuchungen, die in unserem eigenen Labor durchgeführt wurden, sind auf Wunsch Nachweise der Einzelergebnisse erhältlich. Für die zweite Hälfte des Erntejahrgangs werden wir zusätzlich auch Ergebnisse über die Ochratoxin-Belastung präsentieren.
Einzugsgebiete der untersuchten Anlieferungsmuster waren die für DURST MALZ relevanten deutschen Anbaugebiete in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Franken und Hessen, sowie Frankreich, UK und Holland.
Die Screening Untersuchungen sind Bestandteil des Schadstoff Monitorings des Deutschen Mälzerbundes.
1 Pestizide und PCB
Die Untersuchungen wurden an 16 Gersten- und an einem Malzmuster von der SGS NATEC, Hamburg durchgeführt. Der Untersuchungsumfang basiert auf der DFGS19 Methode und umfasst auch die PCBs. Der Umfang der Analytik mit Bestimmungsgrenzen ist auf Anfrage erhältlich.
Alle Ergebnisse liegen sehr weit unter den gesetzlichen Grenzwerten.
Es handelt sich bei allen drei gefundenen Wirkstoffen um Lager-Insektizide.
2 Schwermetalle
Die untersuchten 31 Proben waren identisch mit denen der Pestizidanalytik. Untersuchungslabor: SGS NATEC, Hamburg.
Cadmium konnte in mehreren Fällen nachgewiesen werden, in jedem Fall aber deutlich unter dem zulässigen Grenzwert. Blei konnte in keiner Probe festgestellt werden.
3 Mykotoxine
Von den untersuchten Proben waren 17 identisch mit denen der Pestizidanalytik. Untersuchungslabor: SGS NATEC, Hamburg.
Untersuchungsumfang:
Aflatoxine (AT)B1,B2,G1,G2
Ochratoxin A (OTA)
Deoxynivalenol (DON)
Nivalenol (NIV)
Fusarenon-X (FUS)
3-Acetyl DON (Ac-DON)
Diacetoxyscirpenol (DIASC)
HT-2 Toxin (HT2)
T-2 Toxin (T2)
Zearalenon (ZEA)
Zusätzlich wurden 51 Proben im eigenen Labor auf DON untersucht.
Aflatoxine und OTA sind in keimender Gerste und daraus hergestelltem Malz nicht zu erwarten. Dies wird durch die vorliegenden Untersuchungen bestätigt. DON, als Mykotoxin der Feldpilze ist jahrgangs- und herkunftsabhängig. Es wurde keine nennenswerte Belastung gefunden.
Für gesunde Gerste besteht auch unter Berücksichtigung des Witterungsverlaufs während der Vegetationsperiode keine Gefahr durch erhöhte DON Belastungen.
4 Radioaktivität und Dioxine
In einem Malzmuster, untersucht durch SGS NATEC konnte keine Belastung durch Radioaktivität bzw. 3-MCPD nachgewiesen werden.
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